Wir möchten mehr über Arthropoden in städtischen Gärten in Zeiten des Klimawandels erfahren. Uns interessiert dabei besonders, welches Potential Kleingärten für Biodiversität haben und welchen Beitrag Menschen dazu leisten können. Dazu erforschen wir gemeinsam mit Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern das Vorkommen und die Verteilung verschiedener Arten im städtischen Raum in Jena und Berlin. Die teilnehmenden Gärten bilden dabei einen Schnitt durch alle Management Strategien, von verwildert bis sorgfältig angelegt soll alles dabei sein, um herausfinden zu können, welchen Einfluss das auf die vorhandenen Insekten und Arthropoden hat. Außerdem werden verschiedene Kleingartenkolonien betrachtet. Die teilnehmenden Kleingärten liegen in jeder Stadt entlang eines Gradienten vom Stadtzentrum bis zum Stadtrand. Da Städte eine höhere Durchschnittstemperatur besitzen als ihre ländliche Umgebung, man spricht vom sogenannten ‚städtischen Wärmeinseleffekt‘ (Urban Heat Island Effect, UHI), ermöglichen die Arbeiten der MikroSafari eventuelle Rückschlüsse auf den Zusammenhang von Temperatur, Artenzusammensetzung sowie Urbanisierung.
Wir möchten mit allen Gärtnerinnen und Gärtnern zusammenarbeiten, und so das Interesse an Insekten und Arthropoden sowie das Verständnis über die Auswirkungen von Klimawandel und Urbanisierung auf die Artenvielfalt zu stärken. Wir wollen Strategien entwickeln, mit denen Lebensräume für Insekten in urbanen Gebieten geschaffen werden können. Gärtnerinnen und Gärtner lernen in Zusammenarbeit mit Forschenden bei der MikroSafari wissenschaftliche Methodik kennen und eignen sich neue Erkenntnisse über Insektenarten und deren Vorkommen im eigenen Umfeld an. Im gemeinsamen Bestimmungsevent können die Ergebnisse direkt geteilt werden. Zudem können die Teilnehmenden Fragen an Experten stellen.

